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Inside ArcoBern – Woche 2: Wenn Flexibilität echtes Sozial- & Emotionslernen ermöglicht

Agency im Lernen, Zeit für echte Gespräche


In Woche 2 kehren die Lernenden in ihren Flow zurück – selbstgesteuert, an ihren Jahreszielen orientiert. Der grösste Gewinn: Dank flexiblem Tagesrahmen konnten wir einen sozialen Konflikt in Ruhe klären. 35–40 Minuten echtes Sozial- und Emotionslernen: zuhören, verstehen, nächste Schritte selbst entwickeln. So wird Lernkultur lebendig.

Aus der Reihe „Inside ArcoBern – Andrea’s Journey“.


Die zweite Woche fühlte sich frei an: Die Lernenden wählten ihre Aktivitäten entlang ihrer Jahresziele und wechselten selbstbestimmt zwischen Fokus-Phasen und Pausen. Am freiesten war jedoch dieses Gefühl: Zeit zu haben, um soziale Dilemmata wirklich zu begleiten. Unser flexibler Rahmen schafft Raum für echtes soziales und emotionales Lernen.


Aus Erfahrung in verschiedenen Ländern und Kulturen weiss ich: Vieles ist überall ähnlich.

  • Jungen raufen spielerisch.

  • Freundschaft vs. Beziehung sorgt für Verwirrung.

  • Gefühle klar auszudrücken fällt schwer.

  • Gesprächsregeln in Konflikten sind Übungsfelder.Hand aufs Herz: Das gilt oft auch für uns Erwachsene.


Diese Woche durften wir einen realen Konflikt nicht schnell „wegmoderieren“, sondern gründlich begleiten. Was ich beobachtet habe:

  • Der betroffene Lernende war einverstanden, im kleinen Kreis gehört zu werden.

  • Die anderen – auch jene, die sonst schwer stillsitzen – hörten freiwillig zu.

  • Das Gespräch dauerte 35–40 Minuten, sogar über die Schulzeit hinaus; alle blieben, um Lösungen zu finden.

  • Die Guides hatten keine Eile, sondern Zeit, ruhig zu spiegeln und zu strukturieren.

  • Statt „Tu X“ gab es Fragen & Denkanstösse, die zu eigenen Einsichten führten. Der Lernende formulierte nächste Schritte selbst.

  • In kurzer Zeit erlebten alle eine intensive SEL-Einheit (Sozial-/Emotionslernen): Mehrschichtigkeit, Perspektiven, Komplexität – spürbar statt abstrakt.


Parallel blieb der Lern-Flow erhalten: Wer Orientierung brauchte, fand Themen; wer im Zielprozess war, gewann Klarheit. So wachsen Agency, Beziehung und Verantwortung Hand in Hand.

Ausblick

In den nächsten Beiträgen zeige ich, welche Rituale unsere Gesprächskultur tragen, wie wir Konfliktvereinbarungen mit den Lernenden entwickeln und wie Reflexion zum festen Teil des Alltags wird – Schritt für Schritt, in Bern.


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